Zeugnis einer Jugend - Stimmen einer Zeit

Erinnerung - Rückbesinnung - Verständigung


Willkommen

Passphoto Soldat Wie gehen wir mit unserer NS-Vergangenheit um? "Wir schwanken zwischen den Extremen. Wir verdrängen oder vermarkten die NS-Zeit, wir verharmlosen oder verteufeln sie: je nach Generationszugehörigkeit, Gelegenheit und Gegenüber." (Peter Reichel, Der schöne Schein des Dritten Reiches, 1991)

Ich möchte den Leser, "mein Gegenüber" zunächst einladen, mich in Gedanken auf den Wegen des Achtzehnjährigen durch das Jahr 1945 zu begleiten: So, wie ich es aus der frischen Erinnerung in authentischen Aufzeichnungen festgehalten habe.

Gunter Thiele Dieses "Zeugnis einer Jugend" soll dazu ermutigen, sich auf die Erlebnisse der Mitlebenden in einer Zeit einzulassen, die wir wegen ihrer Schreckensbilanz normalerweise auf Distanz halten wollen.
Ich möchte damit auch neue Gespräche anregen zwischen den Generationen, Fragen nach ähnlichen oder anderen Schicksalen im Familien-, Verwandten- oder Freundeskreis. Dabei wird man entdecken, wie unendlich verschieden die Erfahrungen, die Lebensausschnitte und die Perspektiven der Zeitgenossen sein konnten. Hier ist ein Erfahrungsschatz noch nicht gehoben, der lange tabuisiert war uns es zum Teil heute noch ist.

Als Historiker weiss ich freilich auch, dass das Selbsterlebte sich nicht von selbst versteht. Es bedarf der Verständigung, der umsichtigen abwägenden Deutung in einem umfassenderen historischen Zeitrahmen. Vgl. dazu die folgende Hintergrundinformation und die Einleitung zu dem letzten Teil:
»Rückbesinnung und Verständigung« .
 

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